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Ein Kunst- und Wohnprojekt von Ingrid Gaier

Vernissage: 17.3. 2017 um 19h

Kunstwerkstätte Tulln
Albrechtsgasse 18
3430 Tulln

mit Natascha Auenhammer / Babsi Daum / Max Denzer / Lisa Est / Birgit Fiedler / Ingrid Gaier / Barbara Graf / Romana Hagyo / Lucas Horvath / Gabriele Kaltenbrunner / Mansur Kasakbaev / Barbara Klampfl / Brigitte Lang / Silke Maier-Gamauf / Sylvia Moser / Sarah Mang / Julian Moise / Sabine Müller-Funk / Kurt Müllner / Waltraud Palme / Gisela Reimer / Gabriele Salzmann / Elisabeth Schmirl / Christiane Spatt

Christiane Spatt, “collection”, Acrylmalerei auf MdF, Serie seit 2000

Ab Mai 2016 verwandelte sich nach dem Tod der letzten Bewohnerin eine leerstehende Floridsdorfer Wohnung aus den 50-erjahren in einen Kunstraum.
Die letzte Bewohnerin ist in diesem Haus geboren und 2015 86-jährig verstorben. Der Sohn hat die Wohnung leer geräumt, die Stadt hat Gas und Strom aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Die Räume zeigten einen Status, der heute fast nicht mehr existent ist. Kohleofen, ein Waschbecken, Klo am Gang, eine typische Bassenawohnung der Jahrhundertwende. Tapeten und Böden zeigen eine gestalterische Ästhetik der ehemaligen BewohnerInnen, die längst vergangen und „retro“ ist. Im Zuge der jetzigen viel diskutierten Wohnungsknappheit wird daran erinnert, dass solche Wohnungen um die Jahrhundertwende für viele das ersehnte Glück bedeuteten.
KünstlerInnen entwickeln eine unglaubliche Zähigkeit, trotz prekärer Situationen mit ihren Ideen weiterzumachen, so auch hier. Diese Räume wurden von Wohnräumen zu temporären Kunsträumen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Ein anderes Sammelsurium ergreift Besitz von den Räumen. Visualisierte Gedanken, Ideen, Anregungen, kurzum künstlerische Aussagen – eine Zwischenbelebung.

Alle dort gezeigten Arbeiten werden jetzt gemeinsam in der Kunstwerkstatt Tulln gezeigt und das dazugehörige Buch zur Ausstellung von Ingrid Gaier, der Initiatorin der Ausstellung vorgestellt.

Ausstellungsdauer: 17.3. – 26.3.2017

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