das weisse haus

Donnerstag, 28. Januar, 19:00

Silvester Stöger – zu Kartografie und organischen Maschinen

das weisse haus
Hegelgasse 14
1010 Wien

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Ablauf
19:00 Begrüßung: Alexandra Grausam und Günther Friesinger
19:20 Lesung aus dem Katalog: Thomas Ballhausen
19:30 Vorstellung des Künstlers: Viktoria Wilhelmine Tiedecke
19:40 Live Vertonung des Kataloges: Thomas Wagensommerer

Verlag: edition mono/monochrom, 96 Seiten

Der Katalog bietet erstmals einen Einblick in das Schaffen des Wiener Künstlers Silvester Stöger.

Der von digitaler Kartografie beeinflusste Medienkünstler beschäftigte sich mit ihrer vermeintlichen Fähigkeit zur Repräsentation und nahm dabei beispielhaft die Software Google Earth kritisch in den Fokus. In seinen dabei entstandenen digitalen Collagen bildete sich immer mehr das Dilemma zwischen Konstruktion und Repräsentation, und seine Arbeiten entwickelten sich formal zu ornamentalen Dystopien.
In den letzten Jahren tauschte Silvester Stöger in seinem künstlerischen Schaffen den Computer gegen die Tuschefeder ein. So vollzog sich ein Medienwandel vom Digitalen zum Analogen, von der Kartografie zur Topografie und vom Konkreten zu losgelösteren Situationen. Die Repetition von Linien ergibt Flächen und bildet Notationen, die in ihrem dynamischen Zusammenspiel den Bildraum ausloten bzw. beschreiben. Die dabei entstandenen Schemata erinnern nur noch entfernt an reale grafische Pläne.

Neben zahlreichen Abbildungen beinhaltet der Katalog ein Gespräch der Münchner Kuratorin Viktoria Wilhelmine Tiedeke mit dem Künstler, sowie einen poetischen Text des Wiener Schriftstellers Thomas Ballhausen, der die Werke literarisch assoziativ für weitere Interpretationen öffnet.

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Bereits zum sechsten Mal seit seinem Bestehen bezieht das weisse haus einen neuen Standort. Ebenso wie bisher werden auch die nächsten Räumlichkeiten unterschiedliche Vorzüge und Herausforderungen bieten und damit Einfluss auf das Programm nehmen.

Dienstag, 21. April 2015, 19h

Ausstellungseröffnung
im Rahmen von Destination Wien Extended

INTERLACED STRUCTURES

Künstler/innen:
Samuel Dowd (UK), Mariah Garnett (US), Rebecca La Marre (CA), Elien Ronse (BE) & METASITU (Eduardo Cassino und Liva Dudavera)

18:00 Uhr Künstler/innengespräch

Gruppenausstellung Interlaced Structures, die im Rahmen des von der Kunsthalle Wien initiierten Projekts Destination Wien 2015 EXTENDED stattfindet und Wien als Dreh- und Angelpunkt künstlerischer Produktion verhandelt.

Die aktuellen Artists und Theorists in Residence von stuido das weisse haus waren daher im Vorfeld aufgerufen, sich mit der geopolitischen Rolle der Stadt sowie der Frage des Zusammenlebens in Wien auseinanderzusetzen und ortsspezifische Projekte zu realisieren: So widmet sich Samuel Dowd bereits seit einigen Jahren der Idee des “Gesamtkunstwerks“ und versucht dabei, radikale Formen des Zusammenlebens zu ermitteln. Während das Kollektiv METASITU in seiner durchaus forschungsbasierten Praxis die Bedeutung des Geschichten-Erzählens und seine Einflussnahme auf unsere Wahrnehmung des urbanen Raums untersucht, steht die Materialität von Sprache im Zentrum von Rebecca La Marres künstlerischer Tätigkeit. Indem Mariah Garnett in ihren experimentellen Filmen dokumentarische mit narrativen Quellen mischt, gelingt es ihr, unterschiedliche Identitäten zu lokalisieren. Demgegenüber enthüllt Elien Ronse in ihrer dokumentarischen Videoarbeit über das Schlafzimmer als Ort der persönlichen Intimität, die Banalität unserer Existenz.

Ausstellungsdauer: 22.04. – 06.06.2015

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