wirklich wahr

Ausstellung im Rahmen des Monats der Fotografie 2008

Eva Brunner-Szabo, Ilse Chlan, Brigitte Konyen, Willy Puchner, Angela Schwank, Johannes Stoll

Begrüßung:
Mag. Pater Alfred Strigl, Stift Schlierbach

Zur Ausstellung spricht: Timm Starl

Was bleibt vom Leben eines Menschen? Kann die Fotografie ein verläßlicher Erinnerungsträger sein? Oder wird in der Fotografie Erinnerung konstruiert? Sind Fotografien Lügen, die die Wirklichkeit verstellen oder gar verdrängen?

In Thomas Bernhards Roman ‘Die Auslöschung’ stellt der Ich-Erzähler radikale und zum Teil einander widersprechende Behauptungen über das Wesen der Fotografie auf. Die KünstlerInnen haben diese zum Anlaß genommen, das Thema der Erinnerung in der Fotografie und im Speziellen in der ‘Knipserfotografie’ zu reflektieren.

Die Knipserfotografie entwickelte sich mit Beginn der Amateurfotografie um 1880 parallel zur professionellen Atelierfotografie: Schnappschüsse, Momentaufnahmen, die Familie und Freunde zeigen sollten, wie sie tatsächlich waren, Erlebtes, wie es tatsächlich stattgefunden haben soll. Das Foto wurde für das genommen, was es ist oder sein sollte: die Erinnerung an Vergangenes.

Seit die Digitalfotografie in fast alle Haushalte Einzug gehalten hat, ist es zu einer Massenproduktion von Bildern gekommen. Die ehemals ‘reine’ Knipserfotografie nähert sich dabei immer mehr der noch immer existierenden Atelierfotografie an. Das ‘Atelier’ und technische Hilfsmittel stellt jetzt der Computer zur Verfügung.

Konzept und Kuratierung: Ilse Chlan, Brigitte Konyen

Lesung von Christa Selzer bei der Finissage
Donnerstag, 18.Dez. 2008

Galerie Geyling in der Glasmalerei Geyling,
Stiegergasse 15–17/1, 1150 Wien, http://www.geyling.at

Ausstellungsdauer:
21.11. – 18.12.2008

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