Nicht-Orte
Die Fotoserien von “Nicht-Orten” sind während des Projekts „gehen in… Bratislava“ (2010) entstanden und versuchen Nicht-Orte, an denen die Möglichkeit, jede und keine Variante von allen zu sein, zusammenfallen, wiederzugeben. Nicht-Orte, die von Ab- und Anwesenheit erzählen.
Ich bin an Orten und Räumen interessiert, die nicht von durchgehender Nutzung, Aufmerksamkeit oder der Körperlichkeit von Menschen, die an diesen Orten auftauchen, bestimmt sind. Räume, zeitlich besetzt von differierenden Bedeutungen, oder entstanden durch verschiedene Menschen und deren Anwesenheit oder vielmehr deren Abwesenheit, scheinen Handlungsspielräume zu eröffnen.
benannt/unbenannt
Der Ausgangspunkt von „benannt/unbenannt“ war der Wunsch nach einem phonetischen Alphabet, das aus Frauennamen besteht. Über die Zeitspanne des Entstehens ist der Inhalt der Radierungen an unterschiedlichen Punkten angelangt: Ausgehend von widerständigen Haltungen hat sich das Dargestellte zu alltäglichen Handlungen hingewendet, während sich die Namen von eindeutig zuordenbar zum Mehrdeutigen verändert haben. Auch gibt es eine Bewegung von dem Versuch, Tätigkeiten aus dem nicht Benannten zu transferieren, hin zu dem Unterfangen, sich Zuschreibungen zu entziehen. Beginnend bei der zweiten feministischen Bewegung und versuchend über einen Bogen bei der dritten anzulangen, bedeutet das für diese Arbeit, Entwicklungen, Errungenschaften und Unerreichtes nebeneinander zu stellen, ohne zu werten. Differenzen, scheinbar Unvereinbares und Angefochtenes zu halten. Es wird nicht nach einem Resultat oder Effizienz gefragt, sondern angestrebt, eine Entwicklung zu zeigen, die einem Wollen, einem Begehren folgt. Definition und Auflösung, zeitgleich.